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Tomatenzucht



Wie wär’s mit dem Anbau von Tomaten?
Mit der richtigen Vorbereitung und Pflege kann man im Spätsommer und Herbst die eigenen Früchte ernten und genießen!

VORBEREITUNG:
Samen kaufen, kleine Pflanztöpfen oder Schalen zusammensuchen, Anzuchterde vorbereiten und einfüllen. Als Anzuchterde ist eine Mischung aus reifem Kompost, Gartenerde und Sand zu empfehlen, handelsübliche Blumenerde ist aber auch ausreichend.
EINSÄEN (Packungsbeilage beachten) und geeigneten STANDORT finden. Hierfür sollte man ein warmes Plätzchen wählen, damit die Pflanzen gut gedeihen können, z.B. eine Fensterbank über einem Heizkörper oder ein heller Bodenstandort mit Fußbodenheizung.
Und jetzt heißt es WARTEN, Warten, Warten..., bis die Samen keimen.
Erde REGELMÄSSIG GIESSEN und mehrmals täglich besprühen. Aufpassen, dass die Samen nicht austrocken, aber auch nicht zu viel Wasser!
Nach einigen Tagen ist das erste Grün zu sehen ist. Und auch jetzt: Immer schön feucht halten - aber nicht zu viel Nässe!
Nach zwei bis drei Wochen: VEREINZELUNG (= Pikieren) der Pflanzen. Das heißt, die Tomatenpflanzen werden in getrennte Töpfe gesetzt, damit sie genügend Platz zum Weiterwachsen haben. An die frische Luft, in den Garten, sollten sie aber erst, wenn draußen auch genügend Sonne und Wärme ist. Nachtfrost kann den kleinen Pflanzen nämlich noch schaden.
Mitte Mai bzw. nach den Eisheiligen ist ein guter Zeitpunkt für die AUSPFLANZUNG ins Gartenbeet. Diese sollte am besten schrittweise erfolgen, da zu viel Sonne die noch zarten Blättchen verbrennt. Am Anfang die Pflanzen in ihren Töpfen nur für einige Stunden bei gutem Wetter nach draußen stellen. Erst nach Abhärtungsphase sollte die endgültige Auspflanzung ins Beet erfolgen.
PFLANZ- und PFLEGEHINWEISE:
Bambusstab oder anderes STÖCKCHEN als Stütze zum Weiterwachen in die Erde stecken. Sollten die Pflanzen besonders schnell gewachsen, dünn, schwach und hellgrün sein (das liegt an der Aufzucht im warmen Zuhause), dann sollte man sie draußen besonders tief in die Erde setzen. So können sie auch an den ehemals überirdischen Pflanzenteilen (Stiel und Stengel) Wurzeln bilden, die ihnen mehr Stabilität geben, so dass sie auch kräftiger und widerstandsfähiger werden.
Auf gleichmäßige BODENFEUCHTIGKEIT achten! Tomatengewächse wachsen sehr stark und benötigen deshalb viel Wasser. Damit die Pflanzen aber nicht anfangen zu faulen, immer nur die Wurzeln, nie die ganze Pflanze, gießen.
Zur DÜNGUNG kann man am besten ein wenig Mist im Beet untergraben. Bei Kindern sollte man von anderen Düngern (z.B. Blaukorn, der sich gut für Nachtschattengewächse wie Tomaten eignet) lieber absehen.
In den nächsten Monaten kann man das Wachsen und Gedeihen der Pflanzen bis zur Reife- und Erntezeit im Spätsommer und Herbst beobachten. Die Tomatenpflanzen werden ca. 1,30 bis 1,70 m groß und tragen von Juni bis August gelbe Blüten, die dann in den Folgemonaten jeweils zu Tomaten heranreifen.
Während der Reifezeit sind die Tomatenpflanzen besonders empfindlich. Mit einer SCHUTZFOLIE kann zu starker Regen abgehalten werden.
ERNTEZEIT ist SPÄTSOMMER und HERBST, wenn sich die vormals grünen Früchten zu durchgehend roten Tomaten verfärbt haben. – Mmmh, diese Tomaten schmecken wesentlich besser als Supermarkt-Tomaten! Und es lassen sich auch leckere Rezepte zubereiten!

Noch ein TIPP für alle, die keinen eigenen Garten haben:
Weniger stark wachsende Tomatensorten (z.B. Cocktailtomaten) kann man auch in großen Kübeln auf Terrasse oder Balkon anbauen.

Tomatenzucht.pdf


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