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Der Regenwurm



Lateinischer Name: Lumbricideae
Weltweit existieren ca. 3000 Arten Regenwürmer, in ganz Europa sind es etwa 400 und allein in Deutschland findet man ungefähr 39 verschiedene Arten.
Der Name Regenwurm leitet sich allerdings nicht wie gedacht, davon ab, dass der Regenwurm nur bei Regen an der Erdoberfläche zu sehen ist, sondern hat seinen Ursprung im 17. Jahrhundert, als der Regenwurm noch als „reger Wurm“ bezeichnet wurde. Mit diesem Name wurde auf die rege Tätigkeit der Würmer unter der Erde hingewiesen.
Am Regenwurm lässt sich sehr gut der Kreislauf der Natur verdeutlichen. Die Nahrung des Regenwurms besteht aus abgestorbenen Pflanzen und den im Herbst zu Boden gefallenen Blättern. Der Regenwurm zerkleinert das Pflanzenmaterial und entzieht ihm die für ihn notwendigen Nährstoffe. Das verdaute Pflanzenmaterial wird als fein zermahlendes Kothäufchen ausgeschieden. Durch die Aktivität der Bodenbakterien werden die enthaltenen Mineralstoffen den wachsenden Pflanzen wieder zur Verfügung gestellt.
Außerdem durchmischt der Regenwurm mit seiner Arbeit den Boden, lockert und lüftet ihn. Auf diese Weise können Regenwasser und Sauerstoff besser zu den Pflanzenwurzeln gelangen.
Lebensraum:
Aufgrund ihrer eingeschränkten Beweglichkeit müssen Regenwürmer in der Nähe ihrer Nahrungsquellen leben; das heißt, sie müssen in ihrer Nähe eine ausreichende Menge an totem organischen Material vorfinden können.
Der Regenwurm ist ein hautatmendes Lebewesen mit einer großen Oberfläche, so dass er weder in zu trockenen noch zu feuchten Gebieten überleben kann. Er ist deshalb zwar weltweit verbreitet, aber nicht in Polargebieten mit ewigen Eis, Eis bedeckten Berggipfelns sowie Wüsten vorzufinden. Allerdings kann der Regenwurm auch keine stark sauren Böden ertragen. Im Sommer schützen sich Regenwürmer vor Austrocknung, indem sie sich in feuchtere, tiefere Erdschichten verkriechen oder Sommerschlaf halten, wofür sie sich eine mit Kot ausgekleidete Bodenkammer geschaffen haben.
Regenwürmer benötigen eine Außentemperatur zwischen 0 bis 25 Grad; bei der Idealtemperatur zwischen 10 und 15 Grad, die in den oberflächennahen Bodenschichten im Frühjahr und Herbst zu finden ist, sind sie am aktivsten.
Feinde:
Der Regenwurm ist von einer großen Zahl natürlicher Feinde umgeben, u.a. Mäuse, Ratten, Igel, Kröten, Frösche, Eidechsen, Vögel... – Unter der Erde sind Regenwürmer vor allem durch den Maulwurf bedroht, der sie in riesigen Mengen verzehrt und sogar Vorratskammern mit Regenwürmern für Nahrungs-Notzeiten (z.B. Winter) anlegt. Es wurden schon solche Kammern mit ca. zwei Kilogramm Regenwürmern (= ca. 1000 Stück) gefunden. Die Würmer können nicht wegkriechen, da sie der Maulwurf durch einen Biss in den Kopf zuvor lähmt.
Länge: bis zu 30 cm
Fortbewegung:
Regenwürmer bestehen aus einem äußeren Hautmuskelschlauch, mit Längs- und Ringmuskeln und einem inneren Schlauch, dem Darmkanal. Betrachtet man den Wurm genauer, erkennt man, dass der Regenwurm lauter Einschnürungen aufweist, die die einzelnen Segmente abgrenzen. 60 bis 200 zylindrische Segmenten kann man zählen. An jedem Segment (außer dem ersten und letzten) sind winzige Borsten zu erkennen. Die Fortbewegung überfolgt über diese Borsten und die Muskulatur im äußeren Hautmuskelschlauch. Diese Borsten besitzen in ihrem unteren Teil Muskeln, mit deren Hilfe sie vorgestreckt und zurückgezogen werden können. Unsere heimischen Regenwürmer haben jeweils acht Borsten pro Körpersegment, die zu Paaren angeordnet sind. Je ein Paar rechts und links der Körpermitte und noch jeweils ein Paar seitlich davon. Diese charakteristische Eigenschaft spiegelt sich in der zoologischen Zuordnung der Regenwürmer wieder. Sie gehören zu der Klasse der Oligochaeten, was mit Wenigborster übersetzt werden kann.
Lebensdauer: bis zu 2 Jahre

Alle Informationen zum Regenwurm hier auch als Download.

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