Salmiak lebt in Nordschweden, wo die Winter lang und kalt sind. Er ist anders als die anderen Kinder im Dorf: Er hat keinen Doppelnamen, sondern heißt wie ein Lakritzbonbon. Seine Mama träumt von der Sonne und tanzt nackt im Schnee. Außerdem streitet sie sich ewig mit Papa. Per-Jonas und Anna-Sara sind Salmiaks einzige Spielkameraden. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist es, Salmiaks Mütze in hohe Bäume zu werfen. Deshalb hat Salmiak immer rote, kalte Ohren, kann aber dafür ganz wunderbar klettern.
Nichts wünscht er sich sehnlicher als einen Freund. Kurz vor seinem siebten Geburtstag trifft er plötzlich auf den Kobold Spocke, der sein Leben verändert. Spocke kommt aus Nebenan Ungefähr und sitzt eines Tages neben Salmiak im Baum. Papa sagt, dass es keine Kobolde gibt. Mama zieht nach Stockholm, weil sie die Kälte nicht mehr aushält. Nur Oma versteht ihn einfach immer. Deshalb bleibt er bei ihr als Mama geht, obwohl ihn das traurig stimmt. Aber Oma sagt: „Außerdem ist es modern, getrennt zu wohnen.“ Und schließlich hat Salmiak auch noch Spocke...
„Salmiak und Spocke“ behandelt auf einfühlsame Weise Themen wie Abschied nehmen, Ungerechtigkeit, Verlust und Zuversicht aus der Sicht eines kleinen Jungen. Er schafft es, Träume wahr werden und Streiche sinnvoll erscheinen zu lassen.
Dieses Kinderbuch eignet sich zum Vorlesen für Kinder ab ca. vier Jahre. Kurze Kapitel und zahlreiche Illustrationen lassen jedoch auch junge Leseratten den Umfang von fast 180 Seiten spielend meistern.
Moni Nilsson „Salmiak und Spocke“ Gerstenberg, München 2007