Bohnanza
„Ich glaub es hackt“. Unter diesem vielversprechenden Slogan versteckt sich das tolle Kartenspiel Bohnanza.
Ziel dieses Spieles ist es, die Bohnen, die man auf seinem Feld anbaut, möglichst gewinnbringend zu verkaufen. Dementsprechend gewinnt derjenige, der am Ende der Partie die meisten Taler verdient hat.
Bevor das Spiel jedoch beginnen kann müssen die Karten gut gemischt werden. Danach erhält jeder Mitspieler fünf Spielkarten auf die Hand. Wichtig ist hierbei, dass die Reihenfolge der erhaltenen Karten zu keiner Zeit geändert werden darf. Sortieren ist nicht erlaubt. Gespielt wird die Karte, die sich ganz vorne befindet. Neue Karten müssen immer hinter die alten Karten gesteckt werden. Die restlichen Spielkarten werden verdeckt , mit der Talerseite nach oben, in die Tischmitte gelegt. Zudem benutzt jeder Spieler seinen Tischbereich zum Anbauen seiner Bohnen. Zwei Bohnenfelder kann jeder Spieler zu Beginn des Spieles sein Eigen nennen. Innerhalb des Spieles ist es möglich ein drittes Bohnenfeld zu erwerben. Hierfür müssen drei Taler gezahlt werden.
Nun kann es endlich losgehen! Der erste Spieler beginnt das Spiel, indem er eine Bohnenkarte ausspielt. Das bedeutet, er baut die erste Bohne auf seinem Bohnenfeld an. Ob eine zweite Karte gespielt wird, bleibt dem Spieler selbst überlassen. Nun müssen zwei Karten vom Zugstapel gezogen werden. Diese werden sichtbar für alle aufgedeckt. Der Spieler hat sich jetzt zu entscheiden, ob er die aufgedeckten Karten selbst behält. Falls er keinen Bedarf für diese hat, kann er sie verschenken oder auch mit ihnen handeln. Die erhandelten Karten dürfen allerdings nicht auf die Hand genommen werden, sondern müssen direkt auf den Bohnenfeldern abgelegt werden.
Nachdem die erhaltenen Bohnen angebaut sind, zieht der Spieler nacheinander drei Karten. Diese müssen in der Reihenfolge auf die Hand genommen werden, in der sie gezogen worden sind. Nun ist der nächste Spieler an der Reihe!
Falls ein Spieler sein Feld ernten möchte oder muss, sind alle Bohnen auf dem Feld zu verkaufen. Er erhält so viele Taler, wie auf der jeweiligen Karte, je nach Bohnensorte, angegeben ist. Aber aufgepasst, ein Bohnenfeld, auf dem nur eine Bohne angebaut wurde, ist nicht auflösbar!
Das Kartenspiel endet, wenn der Zugstapel dreimal aufgebraucht worden ist. Nun werden alle Taler gezählt. Die Karten auf der Hand dürfen jedoch nicht mitberechnet werden. Der Spieler mit den meisten Talern ist der glückliche Gewinner!
Ein unerhaltsames und lebhaftes Kartenspiel, das zu Recht 1997 zum Spiel des Jahres nominiert wurde. Neben einer Menge Spass bietet es die Möglichkeit sein Verhandlungsgeschick auszutesten. Und das Tolle ist hierbei, Grogzügigkeit ist bei diesem Gesellschaftsspiel erlaubt und in manchen Fällen sogar sehr sinnvoll!
(mm)